
wob ein Netz
durch Zeit und Raum
gab ihm klebrige Tropfen
sponn die Fäden fein und lang
Gespinste für Sekunden
verharre still
die hoffnung zirpt
und wage kaum zu atmen
auf das dein Blick sich niederläßt
ein Pfauenaug im Regen
Du rührst wie Saiten
das Gespinst
ein Augenblick
ein Zittern
doch hebt ein Windhauch
dich empor
zurück bleib ich
verfangen
(Köln 1998)