Als Archäologin an sandiger Küste
sammele ich die Treibgutreste
jeder Holzspan ein Schatz, selbst Stiefel und Flaschen
klaub ich zusammen, um dich zu erhaschen
mir kostbar und wert die Funde vom Strand
Schätze aus Knochen, Muscheln und Sand
Und ich bau mir ein Bild und web dir ein Kleid
mach Fotos vom Seetang erstarrt in der Zeit
bist du hier gewesen und gab es dich je?
das Meer spuckt Müll doch schweigt die See
die Möwen lachen den Einsamen aus
zerfleddern gierig die Theorie
kreischen schrill – ihn gab es nie
meine Welt bleibt eine Scheibe
und dahinter
kommt nichts
Kann nur wieder sagen: Toll!
Danke Annie
Das ist schon ein älteres, habs einfach mal hier nach vorne geschoben – aber für mich immernoch aktuell.