Hinter ihm schlägt die Haustür
schallend ins Schloß.
Ob noch was zu essen da sei
ruft er in die Küche.
Schwarz polierte Lederschuhe
poltern in den Flur.
Er reißt den Kühlschrank auf.
Schneller Griff zum kalten Bier.
Mit dem Feuerzeug lässig laut geöffnet.
Fester Griff an ihren Po.
Hallo Schatz.
Er nimmt ihre Hand
und ich gebe sie Dir.
Manchmal bringt er ihr auch etwas mit.
Zum Beispiel Dessous
aus der Non-Food-Abteilung des Supermarkts.
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Er schreit.
Schwere Beats aus Boxen
machen ihn zum Stummfilm
spülen seine Gesten an mir vorbei -
ich nicke, lächle, schlucke mein Bier.
Und schreie zurück,
durch Bässe aus Boxen.
In fahrigen Gesten -
treibe vorbei.
Er nickt, lächelt, schluckt sein Bier.
In seichten Gesichtern
bleibt mein Blick hängen.
Kein Boden mehr in den Klängen
müder Fluß in dem ich trinkend ersauf.
Augen schwimmen
ins Leere. Wer fängt mich auf.
Im Summen der Stimmen
konnte ich deine hören.
Was dich nahm läßt mich stranden
ohne Schiff ohne Floß.
In Blicken und Klängen
keine Spur mehr von dir.
Du bist fort mit der Flut.
Treibgut.
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bis zur Kehle
durch Bauch
über Haut
erfüllt Herzschlag
Momente
im Lachen
tanzt ein Glitzern
in dunklen Augen
hält fest und fern
im Arm nur kurz
Einhalt
ein Halt
in Sturmes Auge
und der Ruhe Ahnung
nie mehr
niemals
im Hals
schwer
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Als Archäologin an sandiger Küste
sammele ich die Treibgutreste
jeder Holzspan ein Schatz, selbst Stiefel und Flaschen
klaub ich zusammen, um dich zu erhaschen
mir kostbar und wert die Funde vom Strand
Schätze aus Knochen, Muscheln und Sand
Und ich bau mir ein Bild und web dir ein Kleid
mach Fotos vom Seetang erstarrt in der Zeit
bist du hier gewesen und gab es dich je?
das Meer spuckt Müll doch schweigt die See
die Möwen lachen den Einsamen aus
zerfleddern gierig die Theorie
kreischen schrill – ihn gab es nie
meine Welt bleibt eine Scheibe
und dahinter
kommt nichts
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Eine Woche in der Welt
fremdartiger Geschäftigkeiten,
Zaungast ihrer Tagewerke
und kalter Wichtigkeiten.
Kehre heim in ein Haus
gewunden um
mein Zentrum,
gebaut aus
verschwendeten
Gedanken.
Ein Siedler im Raume
kristalliner Träume.
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Sternschnuppen mit Wünschen vom Himmel zu schießen
literweise Kirsch-Rosenblüten-Tee namens „heiße Liebe“ zu trinken
unschuldigen Gänseblümchen jedes Blütenblatt einzeln auszureißen
nach der letzten Bahn auf einen Zug zu warten
… laß ich es noch lange nicht!
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über Polkappen
durch ewiges Eis
die Kompaßnadel tanzt
zitternd im Kreis
nach langem Weg
nirgends eine Richtung
lege mich nieder
der Kälte zum Geschenk.
Am Ziel.
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Wer bei 6°C im Freien stehend ein Eis ißt, hat sich bestimmt durch ungewohnt helle Einheiten Lichts einer in den letzten Wochen rar am Himmel zu sichtenden Sonne übermütigem Handeln hingegeben.
Ein weiterer Grund könnte sein, daß sich Eis am Steuer eines PKW schlecht ohne größere Sauerei oder Verkehrsrisiken essen läßt und auch weit weniger Genuß bereitet, wenn man es auf dem Weg durch ein bezin- und urinluftgeschwängertes Kölner Parkhaus verzehrt.
Also schlendert man beiläufig lesend an Postkartenständern vorbei, die ebenfalls der Übermut Kölner Touristen in den Weg geschoben werden. Gekauft hab ich keine, weder eine Dompostkarte, noch einen kölschen Spruch. Wozu auch – bin ja quasi Einheimische.
Aber laut gelacht hab ich.
Über meinen Spruch des Tages:
Leiden Sie an Realitätsverlust?
Nein – ich genieße ihn.
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Die Tage über die ich deinen Namen schrieb enden.
heute
draußen alles naß und grau
ich mach mir Frühstück
und schau aus dem Fenster
ein paar Meisen zerbeißen
frische Knospen.
kein Vogel
der einen Frühling singt.
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Alltagsuntauglich.
Koche Reis ohne Salz,
vergesse Pausenbrote
und die Wäsche in der Maschine,
steh ohne Einkaufszettel im Laden,
hab zuviel Honig im schwarzen Tee.
Und kein Geld mehr im Portemonnaie.
Lasse die Dinge liegen, die getan sein sollten.
Die Wohnung verwildert, ich komm nicht gegen an,
räume gedankenverloren Dinge hin und her,
muß mich zwingen den Tag planvoll zu überstehen.
In der Zeit hängengeblieben, irgendwo,
wie mit dem Jackenzipfel in einer Tür.
Unternehme wenig, mich zu lösen.
Es läßt mich nicht los.
Das Chaos hat
einen Namen.
Deinen.
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